Rollenvergabe für die nächste Volksbühnenproduktion „Der keusche Josef“

„Ja, ich will“ haucht Ramona Feigl ganz feierlich. Nicht etwa vor dem Traualtar. Es ist ihr Ja zur Rolle der hübschen jungen Magd Vroni im Bayerischen Lustspiel „Der keusche Josef“, jüngste Produktion der Straubinger Volksbühne. Am Donnerstag abend traf sich das künftige Ensemble samt treuem Personal hinter der Bühne im Hotel Asam und machte nach einer Reihe von Vorgesprächen Nägel mit Köpfen.

Premiere wird am 28. September 2013 sein und Regie führt erstmals Franz Aichinger.

Das Ensemble - auf und hinter der Bühne - bei der jüngsten Volksbühnenproduktion „Der keusche Josef“ mit den Gesamtleitern Rosina (hinten 6.v.l.) und Reinhard (hinten 2.v.l.) Zirngibl, Regisseur Franz Aichinger (hinten r.) und Hauptdarsteller Feri Eckl (vorne Mitte).

Das Ensemble - auf und hinter der Bühne - bei der jüngsten Volksbühnenproduktion „Der keusche Josef“ mit den Gesamtleitern Rosina (hinten 6.v.l.) und Reinhard (hinten 2.v.l.) Zirngibl, Regisseur Franz Aichinger (hinten r.) und Hauptdarsteller Feri Eckl (vorne Mitte).

Es ist ein immer wiederkehrendes Ritual, wenn die Volksbühne die Rollen verteilt, wobei einige seit 36 Jahren feststehen wie der Fels in der Bühnenbrandung: Die Gesamtleitung haben Rosina und Reinhard Zirngibl, die Motoren der Volksbühne. Die Spielleitung legen sie heuer erstmals in die Hände von Franz Aichinger, mehrfach Akteur auf der Volksbühne und in anderen Ensembles sowie als Herzog Albrecht bei den Agnes-Bernauer-Festspielen.

Von einem „Klassiker der bayerischen Theaterliteratur“ schwärmt Aichinger vom „keuschen Josef“, den die Volksbühne vor genau 25 Jahren schon einmal auf die Bühne brachte. „Altes Bayerisch, alte Trachten, nostalgische Requisiten“, verspricht dazu der neue Regisseur. „Authentisch in Sprache und Bild“ werde das Lustspiel daherkommen, dessen acht Rollen allesamt einiges an Tiefgang mitbrächten.

„Das Stück hat alles, was man sich wünscht.“ Das Publikum darf sich auf Herz, Schmerz, Verwirrung, Verwicklungen und überraschende Wendungen freuen und wird mit Sicherheit viel zu lachen haben. Die Hauptrolle, den „keuschen Josef“, spielt Volksbühnen-Urgestein Feri Eckl, der nach 25 Jahren wieder in diese Rolle schlüpft.

Den heimlichen Chef am Bauernhof und ein ausgemachtes Schlitzohr, den Opa, verkörpert Theo Herwicht, ein Mitglied des Agnes-Bernauer-Festspielensembles. Ein Überraschungscoup ist der Volksbühne, sprich Rosina Zirngibls Überzeugungskraft, mit Dr. Hubert Fischer, Vorsitzender des Agnes-Bernauer-Festspielvereins, gelungen.

Er spielt den Bauern Sixtus. „Einen ganz netten, anständigen Menschen“, flachste Franz Aichinger am Freitag. „Das ist die Rehabilitation für den ewigen Buhmann der Festspiele, Herzog Ernst“. Seine aufs Erbe versessene Schwägerin Agath spielt Claudia Griessl, die auf der Volks- wie auf der Festspielbühne viel Erfahrung hat. Michl, den grantelnden Knecht, spielt Daniel Edenhofer.

Den Knecht Gigl spielt Franz Leibl, die junge hübsche Magd Vroni spielt Ramona Feigl und die resche Hauserin Zenz verkörpert Edeltraud Kieninger. Gislind Kotzian wird das bayerische Lustspiel nach mit einer Moritat gesanglich samt Drehorgel eröffnen.

Das Ensemble unterstützen hinter der Bühne die Souffleusen Centa Reitmeyer und Birgit Wallner, Friseurin Uschi Eiglmeier und Maskenbildnerin Gerlinde Scheifl, Bühnen-Ausstatterin Elisabeth Mikolai und Garderobiere Elisabeth Bauer. Sabrina Leibl schaut als Inspizientin, dass alles an Ort und Stelle ist.

Bühnenmeister Hans Mikolai baut seit 36 Jahren in bewährter Weise kreativ jedes Bühnenbild, sein Team vervollständigen Michael Baumeister, Markus Schröder und Hans Rohrmeier. Hannelore Ass besetzt die Abendkasse und Brigitte Klein nimmt die Zuschauer am Eingang in Empfang.

Sechs Vorstellungen sind geplant. Franz Aichinger hofft aber auf weitere, schließlich soll das Spendenkontingent der Volksbühne - bisher über 600 000 Euro - in der nächsten Saison wider beachtlich wachsen.  Geprobt wird ab März. -

Quelle: Straubinger Tagblatt vom 20. Oktober 2012

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